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Das letzte Kapitel für das Jahr 2023

Januar 9, 2024

hat begonnen. Dafür nehme ich mir die letzten 10 Seiten dieses Buches. Ob das reicht – keine Ahnung, ich werde es sehen.

Seit einem Tag und 1 Nacht bin ich im wunderschönen Marokko, genauer gesagt in Tamraght, in einem einfachen Guesthouse von Yildir und Yousar.

Ich habe mir einen Spot mit Blick aufs Meer gesucht, erhöht auf einem Berg, um diese Aussicht genießen zu können. Es trennt mich nur die Küstenstraße vom Atlantik.

Vor 4 Tagen, am 28.12.2023, habe ich diesen Urlaub gebucht. Diesmal ging es mir nicht so leicht von der Hand. Eine emotionale Achterbahn, ob ich buche oder nicht. Dazu später mehr.

Was ist heute genauso wie letztes Jahr an diesem Tag?

Es ist der Atlantik. Letztes Jahr war ich in Portugal auf Madeira in dem schönen Ort Sao Vicente, gemeinsam mit Heiko. Heute bin ich alleine auf meiner Reise unterwegs.

Ich warte auf den berühmten letzten Sonnenuntergang – mein Moment der Stille, der Achtsamkeit, der Resilienz. Ein Naturereignis, das mir immer so unendlich viel Kraft gibt.

Von allem ist heute das letzte Mal. So fühlt es sich zur Jahreswende an. Es bedeutet Abschied nehmen, loslassen und sich besinnen – in Dankbarkeit sein. Genau damit fange ich heute an, an dem letzten Tag des Jahres 2023.

Was bedeutet das für mich?

Abschied nehmen von zu viel Arbeit, die ich mir aufgebrummt habe und zugesagt habe. “Nein sagen” lernen steht für mich 2024 auf dem Plan. Tschüss zu viel Arbeit. Ich übe mich im Loslassen von Dingen, die schief waren. Fehlende Wertschätzung meiner Arbeit gegenüber – nach 12 Jahren Freiberuflichkeit immer noch oder schon wieder ein Thema, woran ich lernen und wachsen darf.

Was darf bleiben?

Meine Begeisterungsfähigkeit. Das bin ich, und das ist auch gut so <3 Dafür liebe ich mich. Wenn Kunden das anders sehen, dürfen sie gerne gehen. Ich unterstütze niemanden, der meine Arbeit und mich als Person nicht schätzt.

Ich besinne mich auf das, was mir Schönes widerfahren ist. Kaum zu glauben, gerade als ich diese Zeile schreibe, kommt mir ein Hirte mit seiner Schafherde entgegen und kreuzt meinen Weg!

Bon Année und frohes neues Jahr werden mir gewünscht. Das gebe ich natürlich zurück und bin einfach nur dankbar. Danke, dass wir das erleben, während ich hier sitze und schreibe. Das macht alleine Reisen aus – im Hier und Jetzt zu sein, den Moment zu genießen, bei sich zu sein und sich genug zu sein. Unbeschreiblich und erfüllend für mich. Zuhause verliere ich dieses Gefühl zu oft in meinem Alltag.

Woran liegt das? Ist es das ungewohnte Umfeld und das Alleine-Sein? Die wohlig warme Sonne? Das berühmte Vitamin Sea und der Blick auf die Weiten des Ozeans? Während ich nach einer Antwort suche, ist es wohl von allem etwas.

Ich mache eine kleine Schreibpause, um noch die letzte Abendsonne und das tolle Licht zu genießen. Ich zücke mein Handy, um Fotos zu machen – noch mehr Momente zu sammeln im Hier und Jetzt.

Ich bin wieder da!

Der letzte Sonnenuntergang 2023 ist vorbei, und ich fühle mich sehr wohl, geerdet und erfüllt, diesen bis zum letzten Sonnenstrahl genossen zu haben. Es ist 19 Uhr, und ich bin zu 100% bei mir. Tränen schießen in meine Augen, und ich sage leise zu mir: Danke.

Die abendlichen Gebete ertönen im Dorf pünktlich wieder jeden Tag, immer eine Konstante. Ich frage mich, ist das die Lösung auf so viele Fragen in mir?

Was war 2023 konstant?

Da muss ich nicht lange überlegen. Das war und ist mein Herzensmensch, bester Freund, Seelenverwandter und Kamikaze-Komplize an meiner Seite. Heiko <3 Uns trennen gerade 16 Flugstunden, und zwischen uns liegen Portugal, Spanien, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Deutschland und Dänemark. 

Gerade bist du auf den Lofoten, um dort mit einem guten Freund ins neue Jahr zu feiern und die eNordkapp Challenge zu meistern.

Du bist meine Konstante im Leben, während es gerade etwas turbulent war und es an allen Ecken und Enden ruckelte. Danke, dass es dich gibt – beruflich und privat an meiner Seite.

Beruflich war es immer sehr viel

Irgendwie kennen wir beide nur Vollgas oder Stop. Beides Extreme, die wir leben und arbeiten. Umso wichtiger ist, dass ich zum Ende wieder zur Ruhe komme. Danke, dass du mich losgeschickt hast. Unerträglich war ich in den letzten Wochen, weil ich unzufrieden war mit mir, meiner Art und mit manchen Projekten, und der Sicht, die Dinge darauf und damit umzugehen.

Meine Arbeit ist mein Leben. Ich werde es nie voneinander trennen können. Will ich auch nicht! Das ist meine bewusste Entscheidung. Es darf öfter Pausen geben, Auszeiten, die mich wieder mit Energie füllen. Ist es das? Jedes Mal so viel zu arbeiten, um dann die Akkus wieder aufzuladen, um wieder Energie zu haben, um weiterzumachen? Irgendwie auch ein komischer Rhythmus?

Danke, Heiko, für dich. Ich bin dankbar für unsere Begegnung und dass du immer noch an meiner Seite bist. Du akzeptierst mich in jeder Hinsicht und mit allen Macken, die ich habe. Du lernst damit umzugehen und nimmst diese Herausforderung jeden Tag aufs Neue an. Ich wünsche mir, dass wir uns jeden Tag aufs Neue für uns und unser Gegenüber entscheiden. Mal mehr, mal weniger, aber immer ein „JA“!

Jetzt steht es hier geschrieben, dass ich mich über meine Arbeit definiere.

Ist das gesund? Darf das sein? Ist es das Außen, was mich gut oder schlecht gelaunt werden lässt? So richtig gut fühlt sich das gerade nicht an. Eine Erklärung wäre, dass ich den Traum meiner Selbständigkeit schon so lange lebe. 2024 sind es 12 Jahre, und ich nehme es einfach so hin. Ein Thema, was ich erstmal so auf mich wirken lasse, ohne Antwort.

Was ich mehr möchte?

Meine Sicht auf Dinge ändern, die ich selbst nicht beeinflussen kann. An meinem Mindset arbeiten. Meine Werte überdenken. Mir mehr über meine Stärken und Schwächen bewusst werden. Meine Arbeitsweise reflektieren und hinterfragen. Neu justieren und neu definieren. Das Gefühl des Wandels macht sich in mir breit, das etwas passiert, um die Blockade zu lösen.

Das alles mache ich mit mir aus.

Wichtiger ist es auch, Freunde und Familie um Rat zu fragen. Keiner kennt mich so gut. Ein ganz besonderer Mensch ist auch mein Soulmate Danie. Uns trennt die Strecke Hamburg-Flensburg. Aber das ist kein Grund, dass sich unsere Freundschaft distanziert. Mit dir kann ich über viele Business-Dinge sprechen, die meinen Alltag bestimmen. Dafür danke ich dir sehr. Du bist da, wenn ich ratlos umher laufe und mir die Orientierung fehlt und ich vom Weg abgekommen bin. Deine Gabe, ganz objektiv und wertfrei mein Handeln zu beschreiben und zuzuhören. Eine Gabe von vielen, die dich ausmachen <3. Danke, für dich und dass du in mein Leben gestolpert bist, als ich dich mit Lolli, unserem Wingdog, gefunden habe. Die Liebe zu Hunden verbindet.

Jetzt sind es schon 3 Vor- und Rückseiten. Meine Gedanken, Gefühle und Dankbarkeit wollen raus!

Wie habe ich da Jahr 2023 wahrgenommen?

Ich habe funktioniert, und das in einem zu langen Zeitraum. Mich dabei verloren, von meinem Weg abgekommen, frei zu sein und mich selbst zu verwirklichen. Das merke ich nun schmerzhaft mit den Symptomen der Antriebslosigkeit und extreme emotionale Reaktionen. Spurlos geht das nicht an mir vorbei.

Mein Grund, dem Alltag zu entfliehen und auf mich alleine gestellt zu sein. Intuitiv zu handeln und selbstbestimmt auf Reisen zu sein.

Trotzdem stelle ich mir diese Fragen: Wo habe ich meine Leichtigkeit verloren? 

Ich habe ein großes Herz und möchte Menschen helfen. Mein Helfersyndrom lässt mich so sein. Aber manchmal es geht zu weit. Mir fehlte mein Spaß und meine Leidenschaft für meine Arbeit. Jetzt, hier in Marokko, war der Druck weg, und ich fing an zu schreiben.

Seitdem meine Gefühle in diesem Buch stehen und sie einen Platz auf diesen Seiten bekommen haben, ist die Blockade weg. Wie von einem drohenden, platzenden Luftballon. Druck raus!  Meine Gedanken können wieder fließen, und Kreativität strömt in mein Herz und in meinen Kopf.

Ich möchte wieder Erfolge feiern

 mir öfter kreative Auszeiten nehmen, um Kraft zu schöpfen <3

So fühlt es sich an, wenn man an seine Grenzen stößt. Was sind die nächsten Schritte, um darauf zu kommen?

  1. Nach Hilfe suchen und auch fragen.
  2. Raus aus dem Trott, dem Alltag, den engen Räumen.
  3. Den Körper zur Ruhe kommen lassen. Schlafen. Meditation, Atemübungen. Gutes, gesundes und ausgewogenes Essen. Viel Tee aus frischen Kräutern für die Nase und die Seele. Gerüche beamen mich immer an Erinnerungen und Momente zurück.

Ich bin bereit, meine Erfahrungen aus 2023 zu sortieren und für mich zu nutzen. Was habe ich gelernt? Was darf bleiben? Wovon mehr? Wovon weniger?

Schmerzhaft habe ich gelernt, es jedem Recht machen zu wollen. Davon versuche ich Abstand zu nehmen. 

Bye Bye Everybody’s Darling! 

Besinnen auf meine Fähigkeiten, Kompetenzen und Werte. Wenn das nicht jedem passt. Da ist die Tür!

Nein sagen darf ich lernen. Hier wird die Macht über deine Selbstbestimmtheit genommen. Das darf ich lernen!

Freunde, Familie und dein Partner sind immer für dich da. Auch wenn man es nicht glaubt. Meist ist es nur ein Anruf entfernt. Vergiss das nie!

Was darf bleiben?

Meine Neugierde auf Menschen und ihre Motivation, Leidenschaft und ihre Berufung. Kennen zu lernen und diese in ihre Kraft zu bringen, ihr eigenes Business zu begleiten. Die Welt erkunden und überall arbeiten zu können.

Tschüss Stress, tschüss Kunden, die meine Arbeit und mich nicht wertschätzen.

Mehr Pläne und mehr Struktur. Alles, wovor ich mich jemals gesträubt habe. 🙂 Denn diese schaffen Klarheit und Sicherheit. Mein Notizblock platzt vor Vorfreude zu meinem neuen Ich.

Egoistisch sein!

 ch denke an mich. Meine Routinen, Bewegung, mit meinen Händen etwas zu kreieren und mich weiter zu entwickeln. Geben, was du kannst. Hinterlasse Spuren, sähe diese und ernte sie, wenn der Zeitpunkt es bereit hält.

Damit beende ich nun meinen Rückblick mit ganz viel Zuversicht für 2024.

Auf das Ungewisse. Das macht das Leben für mich lebenswert. Ich schaffe alles, was ich mir vornehme. Das verspreche ich mir selbst. In Marokko sagt man Sana Saida.

Darauf, dass es nicht langweilig wird. Heute kann ich endlich wieder lachen, über das, was das turbulente letzte Jahr für mich bereithielt. Ich bin dadurch gewachsen und habe wieder unglaublich viel gelernt.

Aufstehen, reflektieren, justieren und anpassen und weiter meinen Weg der Selbstständigkeit gehen.

Ahoi, Anne

Ihr findet mich auf Instagram: quiddje.kreativbuero  #vermarktungmitherz

und auf Linkedin: Anne Wermelskirchen

 

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